Der Pandemie sind viele Dinge zum Opfer gefallen, so auch unsere Führungen in Ausstellungen. Da inzwischen die Beschränkungen aufgehört haben und normale Verhältnisse eingekehrt sind, wollen wir diese Ausstellungsbesuche wieder aufnehmen und hoffen auf eine rege Beteiligung.

 

Wir besuchen die Ausstellung Kunst und Leben 1918 - 1955 im Lenbachhaus. Die Ausstellung greift auf die Bestände des Lenbachhauses zurück und zeigt bekannte wie auch unbekannte Werke von bekannten wie weniger bekannten Künstlern, sie orientiert sich an der Sammlungs- und Ausstellungsgeschichte des Lenbachhauses.



 

Der Zeitraum umfasst die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und die Anfänge der Bundesrepublik Deutschland. Wir sehen, wie die Künstler auf die gesellschaftlichen Veränderungen reagiert haben, wie sie versuchten Einfluss zu nehmen und welchen Einflüssen sie ausgesetzt waren. Etwa, wie sich Maler unter der Diktatur verhielten: Anpassung oder Widerstand, mancher „linke“ Künstler passte sich – mehr oder minder erfolgreich – den Vorstellungen der Nazis an, die meisten wurden verfemt, oft ins Exil getrieben, andere konnten untertauchen. Besonders jüdische Künstlerinnen und Künstler wurden verfolgt und unterdrückt. Andere, die der Nazi-Ideologie anhingen, wurden trotzdem als entartet eingestuft. In der Nachkriegszeit konnten einige ihre Karriere weiterverfolgen, anderen gelang es nicht Fuß zu fassen, zumal im kalten Krieg neue Kunstauffassungen propagiert wurden und die gegenständliche Malerei verpönt war.

 

Die Ausstellungsmacherinnen verschweigen nicht die Rolle des Lenbachhauses unter den Nazis, die natürlich Ankäufe und Ausstellung von Bildern auf Parteilinie mit sich brachte.

 

Eine kleine, aber reichhaltige Ausstellung, die viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren liefert. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

 

Wie treffen uns am 25. 2. Um 11 Uhr vor den Kassen. Bitte melden Sie sich im cbf-Büro an!

Jürgen Walla

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