2017-10 Oktober


Endlich - aus den unendlich vielen Fotos zur Landshuter Hochzeit haben wir jetzt einige ausgewählt.
Leider konnten wir nicht alle übernehmen - aber hier ist eine Auswahl - 2017-07 Landshuter Hochzeit

Genießen Sie die Bilder als Diashow - dafür gibt es ein kleines Play-Dreieck links unter den Bildern.

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

jetzt gerade, wo ich diesen Text schreibe, weiß ich noch nicht, wie die Bundestagswahl ausgegangen ist (auch wenn man für einige Vorhersagen nicht gerade seherische Fähigkeiten benötigt!). Sie, liebe Leser, sind da schon weiter und kennen die Ergebnisse.  

Eines weiß aber auch ich schon: Alle Deutschen, die in sämtlichen Angelegenheiten einen gesetzlichen Betreuer haben, haben nicht mit abgestimmt. Das sind immerhin über 80 Tausend Menschen in Deutschland, vor allem Menschen mit geistiger Behinderung (und besonders viele davon in Bayern!).

Die Politik hat ihnen anscheinend nicht zugetraut, eine eigenständige Wahlentscheidung zu treffen! Sie seien zu beeinflussbar, hieß es, vor allem aus den Reihen der Union!

Aber wer genau hätte sie denn eigentlich beeinflussen sollen? All die Politiker, Parteien, Lobbyisten und Verbände, die uns alle im Wahlkampf permanent auf ihre Seite ziehen wollten (und uns dabei häufig das Blaue vom Himmel versprochen haben!)? Aber, wo wäre dann das Problem gewesen, wenn es uns doch alle gleich getroffen hat?

Oder hatten konservative und rechte Politiker etwa Angst vor Horden linker (oder gar "linksversiffter"!) Pfleger, Betreuer und Behindertenaktivisten, die wehrlose Schutzbefohlene quasi dazu zwingen, ihr Kreuzchen im Lager der Chaoten und sozialistisch-kommunistischen Staatsfeinde zu machen (das natürlich spätestens knapp links von der SPD beginnt!)?

Man weiß es nicht und es ist nun, nach der Wahl, auch müßig, weiter darüber nachzudenken. Man kann nur hoffen, dass die beim Bundesverfassungsgericht anhängige Klage zu dieser Frage Erfolg hat!

Und was ist mit der Landtagswahl in Bayern im kommenden Jahr? Schließlich haben alle Länder eigene Wahlgesetze und könnten sie auch eigenmächtig ändern (was Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein bereits getan haben!).

Ehrlich gesagt habe ich wenig Hoffnung, dass unser Landeswahlgesetz in diesem Punkt modifiziert wird. Bayern schließt nämlich besonders viele Menschen vom Wahlrecht aus (weil es hier überdurchschnittlich viele Vollbetreute gibt und weil auch Straftäter, die in psychiatrischen Einrichtungen untergebracht sind, nicht wählen dürfen!). Außerdem: Dass die bayerische Landesregierung Menschen mit Behinderung offenbar besonders wenig zutraut, beweist der insgesamt eher unbefriedigende Stand der Inklusion hierzulande!  

Also müssen wir wohl abwarten, was Karlsruhe dazu sagt und hoffen, dass das Bundeswahlgesetz wenigstens bis zur nächsten Bundestagswahl geändert wird!    

Wolfgang Vogl hat die sanierte Monacensia besucht und berichtet in dieser Ausgabe darüber, Michaela Schlereth lädt zur ersten Rollstuhlwanderung nach der Sommerpause, die diesmal um den Feringa See führt, und Hanne Kamali empfiehlt ein Lokal, in dem Sie den Herbst genießen werden.  

Jürgen Walla lädt zu einer Führung in die Pinakothek der Moderne ein und eine Erinnerung von Wolfgang Vogl an die diesjährige Mitgliederversammlung am 13. Oktober rundet die Ausgabe ab.

Viel Spaß mit der Clubpost und bei den Aktivitäten des CBF wünscht Ihnen/Euch Holger Kiesel
Einladung zur Mitgliederversammlung am Freitag, den 13. Oktober 2017 in der Johann-Fichte-Straße 12/UG

Wenn Sie diese Zeilen lesen, werden die Mitglieder unter Ihnen unsere Einladung zur diesjährigen Mitgliederversammlung am 13.Oktober 2017 bereits erhalten haben, in der alle wesentlichen Informationen stehen.  Ich kann mich also mit meiner heutigen Erinnerung auf einige wenige Gesichtspunkte beschränken.

Wie Sie wissen, ist eine der spürbarsten Neuerungen seit unserer umfangreichen Satzungsänderung im Jahre 2014 die jährlich stattfindende Mitgliederversammlung. Damit tragen wir einerseits behördlichen Vorgaben Rechnung, gewährleisten aber andererseits auch einen intensiven Dialog mit unseren Mitgliedern. Kommen Sie also möglichst zahlreich und zögern Sie nicht, es uns mitzuteilen, falls Ihnen der Schuh irgendwo drückt. Dafür wird, wie immer, genügend Gelegenheit sein.  

Liebe Wanderfreunde,

Im Oktober führt Detlef unsere Wanderung an. Wir fahren mit der S-Bahn an den Feringa-See. Es erwartet uns ein Rundweg von ca. 7 km mit ungefähr 90% festen Wegen (teilweise feste Sandwegen), fast nur eben.

Samstag, 14.10.2017  

Treffpunkt: Marienplatz 13:40 Uhr Gleis Richtung Ostbahnhof, am Bahnsteig vorne.

Abfahrt: 13:59 Uhr mit der S8 Richtung Flughafen bis Unterföhring

Einkehr: ungefähr 17:30 Uhr im Gasthaus zur Post, Unterföhring (089 95 09 80)

Die Rückfahrt: halten wir uns offen, da wir nicht reservieren müssen.

Maximal 8 Rollstühle  

Anmeldungen bitte bis spätestens 09.10.2017

 

Michaela Schlereth
Also, die für das Regime waren, haben Blut-und-Boden-Bilder gemalt. Und die dagegen waren, malten Bilder, die als „entartet“ verdammt wurden, dafür kamen sie dann, als der Hitlerfaschismus besiegt war, wenigstens im Westen, ganz groß raus. Nolde durfte ja nicht malen, also musste er in die Innere Emigration. Aber in der Nachkriegszeit hatten seine Bilder Konjunktur, und wie.  

So stellt man sich das vor. Ganz so einfach war es nicht. Dass Nolde zum Beispiel ein glühender Anhänger der Nationalsozialisten war, hat er später nicht an die große Glocke gehängt, ist aber so.

Bei Bildern von Adolf Ziegler, dem „Meister des Deutschen Schamhaars“ ist die Sache eindeutig, er war Staatskünstler, Präsident der Reichskammer der Bildenden Künste und leitete die Ausstellung „Entartete Kunst“. Es gibt aber andere Künstler, z.B. Georg Kolbe, der kein Nazi war, dessen Werke aber oft für Nazi-Kunst gehalten werden.

Barrierefreiheit und Museen in historischen Gebäuden passen oftmals nicht recht zusammen. So auch in München: Die Sammlung Schack  oder die Antikensammlungen sind nach wie vor nicht barrierefrei, andere Museen, wie die Glyptothek oder das Museum Fünf Kontinente ermöglichen einen barrierefreien Zugang nur etwas umständlich, nämlich durch die Hintertür.

Ähnlich war es bis vor kurzem im so genannten Hildebrandhaus, der für den Bildhauer Adolf von Hildebrand Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Villa. In ihr ist  jetzt die Monacensia untergebracht, das Münchner Literaturarchiv mit seinen bedeutsamen Nachlässen Münchner Schriftsteller und damit in Zusammenhang stehenden literarischen Ausstellungen. Bereits die vier Treppenstufen am Eingang verwehrten Rollstuhlfahrer den Zutritt und im Gebäude konnten die einzelnen Stockwerke mangels Aufzügen nicht erreicht werden. Zwischen 2013 und 2015 wurde das Hildebrandhaus jedoch saniert und seit Dezember 2016 ist es wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Wenn man sich dem Gebäude von der Ismaninger Straße kommend nähert, fällt zunächst an der Südostseite des Hauses ein gläserner Anbau auf, der das neue Café der Monacensia, das „Mon“, beherbergt und gleichzeitig einen barrierefreien Zugang ins Gebäude ermöglicht.

Blick vom Isarhochufer runter zur Isar in herbstlicher Pracht.

Bistro Treibhaus  

Heilmannstr. 2, 82048 Pullach  

089 92 77 23 96, http://www.treibhauspullach.de/

 

Ein kleiner (soll heißen nicht so aufwändiger), feiner Herbstausflug, zu zweit oder dritt gefällig? Hier ist ein perfekter Vorschlag: Nur 300 Meter von der Haltestelle Pullach (S 7) entfernt steht das Pullacher Bürgerhaus. Hier wird nicht nur Kultur geboten, nein, man kann auch einfach mal so hinfahren und im Treibhaus, dem Lokal im Bürgerhaus, einkehren. Das Treibhaus ist ein Café – Bistro – Bar. Da findet jeder was, wie das folgende Zitat aus der Homepage glaubhaft macht: „Bei uns können Sie herzhaft essen, leicht essen, kurz was essen oder gar nicht mehr aufhören zu essen. Wir verwenden wo möglich regionale Produkte & legen Wert auf hochwertige Zutaten.“ Ich hab einen Schokokuchen gegessen und der war richtig gut. Das Lokal war schon mal preislich günstiger, aber dafür schmeckt es nun besser als vorher. Die Verköstigung ist wichtig, das ist allen Ausflüglern klar, aber der eigentliche Anlass für diesen Ausflug ist der spektakuläre Blick von der Terrasse runter zur Isar in all ihrer herbstlichen Pracht.