Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region

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2020-11 November


Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

heute möchte ich mal meinem Ärger beim Thema Bedarfsermittlungsinstrument Luft machen. Bayern hat nämlich – nur, falls es jemand noch nicht wusste – immer noch keines!  

Was das Problem ist? Nein, es gibt nicht EIN Problem! Es scheint eher ein Fass ohne Boden zu geben, aus dem irgendwer permanent neue Schwierigkeiten und offene Fragen herausholt.  

Besetzung der Befragungsteams? Erstmal alle schulen. Rolle der beobachtenden Person? Mal schauen. Einbindung der Ärzte? Schwierig. Wie sollen die Folgebegutachtungen laufen? Wir gründen eine Unterarbeitsgruppe.

Ja klar ist da Corona, das es nicht gerade leichter macht. Und logisch tauchen in einem solchen Prozess immer mal wieder Fragen auf. Aber viele DIESER Fragen sind eben leider nicht NEU!

Und wann soll es nochmal losgehen mit der Pilotphase vom neuen Instrument? Ach ja, VOR gut neun Monaten.! Also nur die Ruhe! Viele andere Bundesländer sind ja auch noch dabei…..ach nee, da hab ich wohl was verwechselt-

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich hab überhaupt nix gegen Gründlichkeit. Im Gegenteil! Nur: sich ganz darauf zu verlassen, dass das alte Instrument schon auch irgendwie den neuen Anforderungen entspricht und schon auch irgendwie ICF-tauglich ist und dass schon keiner klagen wird und wenn, dann sitzen wir das schon aus. Das könnte auf Dauer dann doch etwas riskant werden.

Menschen, die berechtigte Bedarfe haben, dürfen auf keinen Fall zu Kollateralschäden einer holprigen Übergangsphase werden.

Zum Schluss wieder mein Appell an Sie/Euch: wenn Euch/Ihnen etwas besonders wichtig ist, dann schreibt/schreiben Sie doch einfach mal etwas darüber für die Clubpost! Wir suchen immer wieder Reportagen, Fotos und Berichte. Schickt/schicken Sie uns einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder ruft/rufen Sie uns an im Club-Büro unter 089 356 88 08.  

Viel Spaß mit der Clubpost und bei allen Aktivitäten des CBF (von denen einige jetzt endlich wieder laufen!) wünscht Ihnen/Euch  

Holger Kiesel. Bleibt/bleiben Sie gesund!  

 

In dieser Ausgabe porträtiert Jürgen Walla die Künstlerin Lucy McKenzie, deren Werk derzeit eine große Retrospektive im Brandhorst Museum gewidmet ist, die im Oktober im Rahmen einer CBF-Führung besucht wurde. Falk Sradnick und Timur von Steinsdorff erinnern an die letzte Rollinger Rolliwanderung in diesem Jahr. Die Information von Wolfgang Vogl betreffend die Absage des diesjährigen Herbstfests.  Die Vorstellung zweier barrierefreier Praxen durch Hanne Kamali runden diese Ausgabe ab.
Seit einigen Jahren habe ich die (bislang) angenehme Aufgabe übernommen, zu Festen und Mitgliederversammlungen einzuladen und Ihnen sowohl den Termin schmackhaft zu machen als auch Sie mit den wesentlichen Informationen zu versorgen. Seit uns Corona im Griff hat, musste ich auch diese liebgewonnene Angewohnheit anpassen: Statt Einladungen prägen nun Absagen meinen und unser aller Alltag. 

Die Rolliwanderung der Rollingers im September nach Unterhaching
 

Es ist Sonntag endlich, das Wetter passt, zeigen mir viele junge Rollstuhlfahrer und Freunde des cbf die sich angemeldet haben, freuen sich, weil endlich wieder mal eine Wanderung stattfindet. Los geht’s auf nach Unterhaching.

Über Lucy McKenzie 

Wer Art Déco und den Jugendstil mag, besonders den strengen, geometrischen, wie ihn der schottische Designer Charles Rennie McIntosh vertrat, hat es gut mit dieser Künstlerin. Auch wer seine Freude an guten, sorgfältig ausgearbeiteten Zeichnungen hat. Wem etwas an der täuschend echten augentäuschenden Wiedergabe edler Materialien, Holz, Marmor, Stoffe usw. liegt, wird auch glücklich werden. Aber ebenso, wer sich gerne überraschen lässt, wer nicht nur die hervorragend gearbeitete Oberfläche liebt, sondern den Dingen auf den Grund gehen will. Und jedenfalls, wer für Überraschung, Witz und Nachdenklichkeit aufgeschlossen ist. 
 

Die angewandten Künste wie Grafik, Illustration, Design, „Kunsthandwerk“, Mode, werden von Liebhabern der Malerei und den Verfechtern der reinen Lehre gern scheel angesehen oder gleich missachtet. Diese verfechten nämlich das Ideal der „reinen Kunst“, der Werks „an sich“, und wenn etwas nach Gebrauch und Verwendung riecht, ist es ihnen schon verdächtig. Ganz anders die Künstlerin Lucy McKenzie. Sie sagt, sie habe „früh gelernt, dass Hoch- und Populärkultur Konzepte sind, die man besser sofort über Bord wirft.“ Man müsse anerkennen, dass das, womit man sich beschäftigt, einen Wert hat. So verschaffe man ihm Anerkennung. Auf diese Weise malt und zeichnet Lucy McKenzie, schreibt sie, dreht sie Filme, sie hat ein Modelabel gegründet und Filme produziert, ihre Vielseitigkeit ist erstaunlich. Und erstaunlich ist auch die hohe Qualität dessen, was sie macht. 

Hausarztpraxis Heimeranplatz Frau Dr. Eckermann
Heimeranplatz 2
Tel: 089 5 02 70 75

Dental One Praxis für Kieferorthopädie
Leopoldstr. 37
Tel: 089 54 04 97 00

Lust auf ein Lokal machen, das man vielleicht in 14 Tagen nicht mehr besuchen darf, macht keinen Spaß. Corona hat uns wieder fest im Griff. Die Inzidenzzahlen und leider auch die Todeszahlen sind wieder sprunghaft angestiegen.

Wir bekommen immer öfter Mails von Praxen, die meist mitteilen, dass ein Arzt oder Therapeut das Team verlassen hat, oder dass einer nun auch noch einen Doktortitel vor dem Namen hat, oder vielleicht handelt es sich nur um einen Tippfehler. Aber im letzten Monat hatten wir erfreulichere Nachrichten von zwei Praxen.

Die Inzidenzwerte sind seit geraumer Zeit wieder so gestiegen, dass die Stadt München erneut verschärfte Vorschriften erlassen hat.

Wir hatten sowieso vor, unsere Rolliwanderungen in der kalten Jahreszeit auszusetzen und erst dann wieder aufzunehmen, wenn wärmere Temperaturen auch eine Brotzeit im Freien erlauben.

Obige Vorschriften der Stadt München veranlassen uns jedoch, auch unsere Stammtische zunächst bis auf Weiteres abzusagen. Sollte sich hier aber wieder etwas verändern, werden wir schnellstmöglich reagieren.Hinsichtlich unserer Museumsführungen überlegen wir derzeit, ob ein mit obigen Vorschriften kompatibles Konzept gefunden werden kann, das uns eine Durchführung von Führungen ermöglicht. Sollte dies der Fall sein, werden Sie in der Clubpost oder hier auf der Homepage informiert.