Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region

2022-12 Dezember

Liebe Mitglieder, liebe Freunde, 

Jetzt, wo das Jahr zum Endspurt angesetzt hat, kommen wieder die üblichen Jahresrückblicke und die Ausblicke aufs nächste Jahr. Mal ernst und seriös, mal satirisch und spöttisch. Wir fragen uns: War das ein gutes oder ein schlechtes Jahr? Und was wird wohl das nächste bringen? 

Nicht nur, weil heuer eine absurde Winterfußballlweltmeisterschaft in der Wüste stattfindet, in einem Land, wo die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, eine WM, bei der so deutlich wie nie zuvor wird, dass es vor allem ums Geschäft geht, und all das Gerede von der völkerverbindenden Wirkung des Sports sich als hohle Phrase entpuppt, will rechte Fußballbegeisterung nicht aufkommen. Und mit der Weihnachtsstimmung ist es auch so eine Sache angesichts des Krieges in der Ukraine, der Teuerung, der Klimasituation und überhaupt der Frage, wie geht es weiter? 

Es ist offensichtlich: 2022 war kein gutes Jahr. Jetzt gibt es mehr als acht Milliarden Menschen auf der Welt und keine einziges der akuten Probleme ist gelöst. 

Allerdings gibt es auch die jungen Leute, die sich bei Fridays for Future engagieren. Und andere Aktivisten, die sich auf die Straße ankleben. Über diese Aktionen sind die Menschen geteilter Meinung. Die Landesregierung verlangt harte Strafen dafür. Gegen die Missstände, die damit angeprangert werden, tut sie wenig. Es gab auch das 9-Euro-Ticket, mit dem viele Leute Deutschland mit der Bahn bereist haben. Was freilich die Unzulänglichkeiten des öffentlichen Na- und Fernverkehrs recht deutlich hervortreten ließ. 

 

Wie das Jahr 2022 für jede einzelne und jeden einzelnen war, gut oder schlecht, das können die Betroffenen nur selber beurteilen. Wir können nur wünschen, dass das neue Jahr für alle ein gutes Jahr wird, besser als das vergangene, jedenfalls persönlich, hoffentlich auch für die Menschheit. Ihnen allen wünschen wir das Beste, behalten Sie Mut und Tatkraft und Gelassenheit. Bleiben Sie gesund! 

Die Clubpost befasst sich in dieser Doppelnummer mit dem neu verabschiedeten Triagegesetz, berichtet über die Mitgliederversammlung des cbf, handelt von der Krankenhausassistenz, erzählt, wie es bei der Südtirolfreizeit war, und bringt natürlich unsere ständigen Rubriken: Lokal des Monats und Termine. 

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Ihr Jürgen Walla 

Dieses Jahr standen keine Wahlen an. Aber wie sonst auch Tätigkeitsbericht des Vorstandes, Bericht der Kassenprüfer und Finanzbericht. Im Tätigkeitsbericht, den Carola Walla für den Vorstand vortrug, wurde ausgeführt, dass zwar die meisten Einschränkungen wegen Corona im Laufe des letzten Jahres wegfielen, aber die Lage im Vereinsbüro dadurch schwierig war, weil wir uns Anfang des Jahres von unserer Mitarbeiterin, die fürs Büro zuständig war, trennen mussten. Leider ist es uns mit der Einstellung von Frau Müller erst wieder im Oktober gelungen, jemand einzustellen, der unseren Anforderungen entsprach. Das Ganze ging zu Lasten aller Büromitarbeiter, aber insbesondere von Julia Riegel, die zuvor diese Position innehatte. Wofür der Vorstand ihr insbesondere, aber auch allen anderen Mitarbeitern dankt, dass sie die Mehrbelastung auf sich genommen und solidarisch bewältigt haben. Dem geschuldet war, dass wir das Sommerfest und das Herbstfest, das wir im Frühjahr nachholen werden, ausfallen lassen mussten. Aber die übrigen Aktivitäten: Rolliwanderungen mit Michaela Schlereth, die zwei Stammtische, zwei Fahrten (Italien und Südtirol) fanden statt, die Clubpost erscheint nun unter neuer Leitung (Kathi Müller und Thomas Müller). Die Homepage wird so zuverlässig wie immer von Christiane Maier-Stadtherr gewartet. Der Mitgliederstand oszilliert so um 160 Mitglieder.  

Die Kassenprüferinnen Lisbeth Wufka und Ulrike Winkler fanden nichts zu beanstanden.

Der Finanzbericht von Peter Pabst kam zu dem Schluss, dass die Finanzen des CBF ein Jahresdefizit von 4950.- € aufweisen, geschuldet ist dies immer noch Corona, weil wir bei der Vermietung unseres Gästeapartments einen deutlichen Einbruch erlitten haben und wir wegen Corona erheblich weniger Einnahmen im Bereich des familienunterstützenden Dienstes hatten. Deshalb sind wir auf mehr Spenden angewiesen.  

In der Aussprache zu den Tagesordnungspunkten wurde angeregt, dass der CBF sich in einer Aktion öffentlichkeitswirksam (wie in Regensburg) gegen die zunehmende Mißachtung der Behindertenparkplätze und die Nichtverfolgung der Übertretungen durch die Polizei wendet. Dies wurde versprochen, aber vereinbart, dass hierzu erst im Frühjahr etwas stattfindet.  Außerdem wurde von einer Helferin angeregt, dass die Helfer sich vernetzen sollen. Dies wird auf den Helferfesten, die ebenfalls im neuen Jahr wieder stattfinden sollen, möglich sein.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

Carola Walla

- Triagegesetz verabschiedet -

Der Bundestag hat eine Regelung im Infektionsschutzgesetz beschlossen, die die Verteilung zu knapper intensivmedizinischer Ressourcen im Pandemiefall regeln soll. Diese neue Regelung wird als Triage-Gesetz bezeichnet. Notwendig wurde sie, weil das Bundesverfassungsgericht den Gesetzgeber dazu verpflichtet hat, Vorkehrungen zum Schutz von Menschen mit Behinderung bei Triage-Entscheidungen in Pandemie-Situationen zu treffen.

Es war ein jahrelanger Kampf für Menschen mit Behinderungen. Endlich darf man eine Assistenz ins Krankenhaus mitnehmen. Ich persönlich finde das gut. Wir, Menschen mit Behinderungen brauchen mehr Unterstützung im Krankenhaus. Diese Hilfestellung kann Pflegepersonals neben den anderen Patienten kaum leisten. Leider habe ich am eigenen Leib erfahren. Es wurde nur die Grundversorgung gemacht. Sobald ich Hilfe beim Essen brauchte, hieß es: „Sie müssen warten.“ oder das Essen wurde mir schnell eingegeben. Andere brauchen noch mehr Unterstützung. Deswegen ist es wichtig, dass Menschen mit Behinderungen eine Assistenz oder eine andere Vertrauens Person ins Krankenhaus mitnehmen dürfen. Das wäre auch für eine Reha wichtig, meiner Meinung nach.


 

 

Unser letzter Artikel zum Thema Sport befasst sich diesmal mit den Special Olympics – den Weltwettkämpfen der Menschen mit Lernschwierigkeiten. 1993 fanden sie erstmalig in Europa statt. Es handelte sich um die Winter-Games in Schladming. Wir haben das Glück mit Hans Biehler ein Clubmitglied zu haben, welches an diesen Spielen teilgenommen hat und zudem auch noch mit Gold und Silber ausgezeichnet wurde. Ich habe die Gelegenheit wahrgenommen und ihn in seiner Wohnung in Penzberg zu seinen Erinnerungen interviewt. 


 

 

Nach dem Italienurlaub plante Peter Pabst die nächste Reise in das wunderschöne Südtirol.

Südtirol ist aus landschaftlicher Sicht einzigartig und gehört zu den schönsten und wertvollsten Landschaften weltweit.

Am 16.10.2022 fuhren wir mit 11 Personen, darunter 5 Menschen im Rollstuhl mit und ihre nichtbehinderten Freunde.  Die 3 Fahrer verstauten das Gepäck und die Rollstühle in den beiden Mercedes Kleinbussen. Dann ging es in Richtung Garmisch. Manne, Peter, Michi, Gabriele und wir (mein Mann und ich) kennen uns aus früheren Fahrten und Veranstaltungen beim CBF. Kurz vor Starnberg staute sich bereits der Verkehr und so verließen die Fahrer frühzeitig die Autobahn und nahmen den längeren, dafür aber staufreien Weg über das schöne 2-Seen-Land, mit Walchensee und Kochel.

Und wo gehen wir in der Weihnachtszeit hin?


Bell’s Steakhouse & Burgers

Erdinger Str. 7 Aschheim

Tel.: 089 62 24 41 23

 

Aschheim hat bekanntermaßen einiges für RollifahrerInnen zu bieten. Das war mir im Juli 2016 schon mal einen Artikel wert. In der Straße, schräg gegenüber vom Schreiberhof war früher das Asiatique. Dies wurde von Corona dahingerafft. Aber, wie der Phoenix aus der Asche, ist dort inzwischen ein super schönes Lokal eingezogen. Es sieht jetzt einfach umwerfend aus da drin. In Bell’s Steakhouse & Burgers gibt es, wie der Name schon sagt, Steaks und Burgers. Vorn ist der Burger-Raum und dahinter in türkisem Plüsch der Steakraum – wobei ich sicher bin, dass man auch im türkisen Bereich einen Burger verzehren kann. 

 

Liebe Freunde und Mitglieder. Wie Ihr dem Artikel von Carola Walla entnehmen könnt, haben wir beim CBF München im vergangenen Jahr bedauernswerter Weise mit einem negativen Betriebs-ergebnis abgeschlossen. Die Gründe dafür sind vielschichtig – einerseits höhere Kosten bei Strom, Heizung und diversen Anschaffungen, andererseits geringere Einnahmen, Zuschüsse und Kürzungen bei Stiftungsanträgen. Um unsere gemeinnützigen Leistungen wie bspw. das Vorhalten eines rollstuhlgerechten Appartements für Besucher Münchens oder die Unterstützung finanziell schlechter gestellter Mitglieder und Freunde über den Teilhabefond in dieser schwierigen Zeit auch zukünftig aufrecht zu erhalten sind wir auf die Solidarität und Unterstützung von Euch angewiesen. Wir bitten daher zur Jahreswende um eine einmalige Spende unter dem Stichwort „CBF-Teilhabefond“.