Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region

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2019-02 Februar

Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

ich wende mich heute mit ein paar persönlichen Zeilen an Euch/Sie. Das neue Jahr ist da und auf mich kommt – recht kurzfristig - eine spannende neue Aufgabe zu: Ich werde neuer Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange der Menschen mit Behinderung!

Ich freue mich riesig über die Nominierung und habe gleichzeitig gewaltigen Respekt vor der Herausforderung! Denn: Selbst mitzugestalten ist etwas Anderes als Dinge von außen zu kritisieren! Und wer die Szene kennt, weiß: Die Interessen, die hier zu berücksichtigen sind, sind vielfältig und oft recht unterschiedlich.

Dennoch hoffe ich, in den nächsten fünf Jahren etwas für die Menschen mit Behinderung in Bayern bewegen zu können. Zu tun gibt es in jedem Fall mehr als genug! Inklusion in der Schule, im Arbeitsleben, gemeinsames Wohnen von Menschen mit und ohne Behinderung, inklusive Freizeitgestaltung – es gibt unendlich viele Themenfelder! Und ebenso vielfältig sind die verschiedenen Arten der Handicaps und die Bedürfnisse derBetroffenen. Drücken Sie mir die Daumen!

Mein Engagement für den CBF soll – soweit es die Zeit erlaubt – von der neuen Aufgabe nicht berührt werden. Sehr gerne schreibe ich auch weiterhin das Editorial und nehme an den immer fröhlichen Rollinger-Wanderungen und Rollinger-Stammtischen teil. Überhaupt: Robert Rollinger soll und wird unbedingt weiterleben – auch auf den Veranstaltungen des CBF. Zumal ich sicher auch in meiner neuen Position ein gute Portion Humor gebrauchen kann!

Zu finden bin ich in Zukunft im Bayerischen Sozialministerium unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wendet Euch/wenden Sie sich bei Bedarf mit Euren/Ihren Anliegen gerne an meine Geschäftsstelle.

Zum Schluss wie immer mein Aufruf an: wenn Euch/Ihnen ein Thema besonders am Herzen liegt, dann schreibt/schreiben Sie doch einfach etwas darüber für die Clubpost! Wir suchen immer neue Berichte, Bilder, Geschichten. Schickt/schicken Sie uns einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder ruft/rufen Sie an im Club-Büro unter 089/356 540 74.  

Viel Spaß mit der Clubpost und bei den Aktivitäten des CBF wünscht Ihnen/Euch von Herzen Holger Kiesel  

In dieser Ausgabe lädt Jürgen Walla zu einer Ausstellungsführung zu Christoph Niemann ins Literaturhaus, Peter Pabst kündigt die diesjährige Mehrtagesfahrt an und Ingrid Gruel schwärmt von der letzten Führung durch die Ausstellung von Alex Katz. Hanne Kamali entführt Sie in die Weltwirtschaft und Carola Walla berichtet von der Auszeichnung der Martinschule in Greifswald mit dem deutschen Schulpreis. Eine Auflistung aller relevanten Termine im Februar rundet diese Ausgabe ab.

Nach dem Besuch der Ausstellung von Alex Katz kam der Wunsch zur Sprache, die Alte Pinakothek zu besuchen. Das ist momentan etwas schwierig wegen des enormen Andrangs zur (sehenswerten) Ausstellung über Florenz und die Malerei der Renaissance. Deshalb verschieben wir einen Besuch der Alten Pinakothek auf später. Stattdessen gehen wir ins Literaturhaus und sehen uns die Ausstellung „Im Auge des Betrachters“ von Christoph Niemann an.



Seit Herbst 2015 hat unser Verein wieder Reisen für Menschen mit und ohne Behinderung im Programm. Nichts Besonderes, könnte man vermuten – die Rückmeldungen, die wir erhalten, sprechen aber eine andere Sprache! Da wird von hervorragender Organisation gesprochen und von zuverlässiger Planung, was die Barrierefreiheit betrifft. Der Kreis Gleichgesinnter und ihrer Freunde, in den sich auch neu dazugekommene Teilnehmer schnell einfinden, wird ebenso gelobt  wie die überaus faire Preisgestaltung. Und – last but not least – wird die Besonderheit betont, dass sich die Fahrten auch Menschen leisten können, die finanziell für solche Vorhaben keine Rücklagen bilden können. Der Teilhabefond, der von einigen Gönnern unseres Verbandes immer wieder großzügig bestückt wird, macht es möglich, die Reise zu bezuschussen.  


Jedes Jahr wird der deutsche Schulpreis von der Bosch- und der Heidehof-Stiftung vergeben. Gerade laufen wieder die Bewerbungen für den Schulpreis 2019. Das ist insbesondere für den CBF interessant, weil auch er von der Heidehof-Stiftung gefördert wird. Was bzw. wer genau wird da mit dem Preis ausgezeichnet? Was wird hier unter Inklusion verstanden?

In manchen Bundesländern bedeutet Inklusion lediglich, dass mit einem Mal LehrerInnen Kinder mit Behinderungen in ihren Klassen unterrichten sollen und dafür lediglich zwei Einführungsseminare erhalten. Sie erhalten aber keinerlei Unterstützung durch eine zusätzliche Lehrkraft, drei Stunden die Woche kommt nur ein Förderlehrer, um mit den behinderten Kindern zu arbeiten. Aber die Lehrkräfte unterrichten ja nicht nur Kinder mit Behinderungen, sondern auch Kinder, die emotionale und soziale Probleme haben sowie Kinder von Migranten, die deutsch nur schlecht oder so gut wie gar nicht sprechen. Kein Wunder, wenn Lehrer Inklusion nur als zusätzliche Belastung empfinden. Viele Bildungspolitiker sprechen bereits davon, dass die Inklusion, auf die sich 2008 der Bundestag mit der Verabschiedung der Behindertenrechtskommission geeinigt hatte, gescheitert sei, weil kaum ernsthafte Bemühungen in Gang gesetzt wurden.

Als Herr Walla die Museumsführungen übernahm, die unsere von allen verehrte Frau Dr. Leitner mit Elan und Hingabe durchgeführt hat, trat er in ganz große Fußstapfen. Jeder bewunderte ihn und jeder war dankbar dafür, dass es weiterging.

Herr Walla macht das wunderbar, unsere Gruppe genießt diese Privatführung und ich fühle mich reich beschenkt.

Bei der Führung zu Gabriele Münter im Lenbachhaus schlichen sich sogar Fremde zu uns, um von den Vorträgen zu profitieren.  

Günstig essen und trinken in München

Weltwirtschaft im Eine-Welt-Haus
Schwanthaler Str. 80, 80336 München
Tel.: 089/85 63 75 51

www.einewelthaus.de/das-haus/weltwirtschaft/, www.cbf-muenchen.de/barrierefreie-orte/lokale-muenchen/2556-weltwirtschaft

Weltwirtschaft, da denken wir sofort an Kapitalismus, Trump und andere Katastrophen - selbst Google denkt so. Aber die Münchner „Weltwirtschaft“ steht für ein alternatives Weltwirtschaftskonzept – im Kleinen.Hier trifft sich alle Welt an der Bar, an den langen Tischen und im Sommer im Biergarten. Man diskutiert, war vorher vielleicht in einer der vielen interessanten Veranstaltungen, lässt den Tag ausklingen oder genießt die Mittagspause. Das Lokal brummt. Eine Weile wurde renoviert, jetzt ist wieder geöffnet, aber geändert hat sich eigentlich (oder auch erfreulicherweise) nicht viel. Der Fußboden (Industrieparkett), die Tische, die Bar – alles ist genauso geblieben. Und sogar die Preise haben sich nur minimal erhöht. Das Weißbier kostet zum Beispiel 3,40 € und es gibt kein Gericht über 20 € auf der Speisekarte.