Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region

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2020-07 Juli


Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

nun dürfen wir also viele Dinge wieder: verreisen, in Lokale gehen, ins Schwimmbad, ins Kino, ins Theater und auch viele Schulen sind wieder offen. Alles natürlich mit Schutz und Abstand – aber immerhin.  

Aber wann kommen die zahllosen ungelösten Fragen der Inklusion wieder auf den Tisch? Und an welcher Stelle werden wir die Diskussionen beginnen? Da, wo wir sie im März abgebrochen haben? Oder fangen wir bei vielen Themen vielleicht doch wieder bei null an? Hoffentlich nicht! Denn: die alten Bedarfe sind nicht verschwunden und es sind neue dazugekommen.

Eine Kampagne der Stiftung Pfennigparade plakatiert zurzeit den Spruch „Vergesst uns nicht!“ in München. Es ist der Hilferuf eines in Not geratenen Trägers und eine Spendenaktion. Aber es bringt auch die Gesamtlage der Menschen mit Behinderung während und durch Corona auf den Punkt. Und man könnte es durchaus noch präzisieren: „Vergesst nicht, was Ihr uns – aufgrund der UN-Behindertenrechtskonvention und aufgrund der allgemeinen Menschenrechte – schuldig seid!“. Diese Mahnung geht natürlich an die Politik, aber auch an die Wirtschaft. Denn was werden Kommunen, Geschäftsleute, Gastwirte oder auch Hoteliers in Zukunft sagen, wenn man sie auf die Notwendigkeit von Barrierefreiheit hinweist? Vielleicht so etwas wie: „Aber die Krise war doch so teuer!“.  

Ja, die Krise war und ist für Viele teuer. Aber gerade Menschen mit Behinderung wurden hier besonders hart getroffen. Deshalb dürfen sie die Folgen der Krise nicht ausbaden.Denn: Wenn Starke und Privilegierte in einer solchen Situation auf Vorteile verzichten, ist das solidarisch. Wenn dagegen Schwächere unter dem Vorwand der Notlage ihre Nachteile behalten müssen, ist das einfach nur diskriminierend!    

Zum Schluss wieder mein Aufruf an Sie/Euch: wenn Euch/Ihnen etwas besonders wichtig ist, dann schreibt/schreiben Sie doch einfach mal etwas darüber für die Clubpost! Wir suchen immer wieder Reportagen, Fotos und Erlebnisse. Schickt/schicken Sie uns einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder ruft/rufen Sie uns an im Club-Büro unter 089/356 540 74. Viel Spaß mit der Clubpost und bei allen Aktivitäten des CBF (die im Moment stattfinden) wünscht Ihnen/Euch  

Holger Kiesel. Bleibt/bleiben Sie gesund!  

In dieser Ausgabe lädt Sie Michaela Schlereth zur ersten Rolliwanderung nach dem coronabedingten Lockdown ein und unsere neue Mitarbeiterin Julia Riegel stellt sich vor, so dass Sie bei Telefonaten ab Juli mit dem Büro auch die neue Stimme  einem Gesicht zuordnen können. Peter Pabst berichtet, wie sich der Arbeitsalltag in den vergangenen Monaten bei uns verändert hat, und Last, but not least entführt Sie Hanne Kamali kulinarisch in mediterrane Gefilde: nach Griechenland.
Liebe Wanderfreunde,

es war und ist noch immer eine schwere Zeit für uns alle, die wir uns nicht so treffen konnten, wie wir wollten. Abstand halten, Schutzmasken tragen das alles hat unser tägliches Leben beeinträchtigt und  mitunter einsam gemacht.  


Hallo liebe Mitglieder des CBF!

Mein Name ist Julia Riegel, ich bin 35 Jahre, alleinerziehend und habe drei Kinder.  

Ich bin gelernte Kauffrau für Bürokommunikation und habe zuvor als Teamassistenz in einem Jugendverband gearbeitet.  

Da mir Menschen mit besonderen Bedürfnissen sehr am Herzen liegen, freue ich mich sehr, mich mit meiner Arbeit im cbf einbringen zu können.  

Um Euch/Sie in diesen besonderen Zeiten auch persönlich kennen zu lernen, werde ich bestimmt bei den nächsten Stammtischen oder Wanderungen dabei sein.  

Alles Gute weiterhin und liebe Grüße

Julia Riegel
Nachdem uns in der Maiausgabe der Club-Post vor allem Geschichten aus der Vergangenheit ein wenig Licht im Dunkel spendeten, möchten wir uns in diesem Artikel vor allem mit den Auswirkungen der weltweiten Pandemie auf unseren Berufsalltag beschäftigen.  

Ich möchte Euch auf eine kurze Zeitreise durch den Arbeitsalltag in der Offenen Behindertenarbeit der vergangenen Wochen nehmen. Chronologisch stelle ich im Telegrammstil die Veränderungen unseres  

02. März

Uns erreicht eine erste Information per Mail, dass es erste Fälle von Corona-Infizierten gibt.

Pallas Athene Staudingerstr. 17
Tel.: 089 44 45 55 79
restaurant-pallasathene.de

Papazof's Zenettistr. 11
Tel.: 089 7 29 89 45 20
fischlokal-muenchen.de

 

Wir dürfen wieder im europäischen Ausland Urlaub machen, aber ganz vorsichtig bitte. 

Die ersten Touristen sind Mitte Juni gestartet. Und wo wollen wir Urlaub machen? 

Ich habe eine Postkarte von meiner Freundin Else bekommen: