Der europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung findet jedes Jahr am 05. Mai statt. Dieser besondere Tag wurde 1992 von der Interessensvertretung Selbstbestimmt Leben (ISL) in Deutschland etabliert. Ziel ist es, auf Diskriminierungsstrukturen aufmerksam zu machen und Barrierefreiheit, Selbstbestimmung und echte Inklusion zu fordern.
Auch dieses Jahr sind Menschen mit Behinderung deutschlandweit auf die Straße gegangen.
Unter dem Motto „Behinderung ist Rebellion“ – nach dem Buchtitel von Münchener Aktivisten und Autor Maximilian Dorner - protestierten Menschen mit und ohne Behinderung in München.
Der Club Behinderter und ihrer Freunde (CBF) e. V. für München und Region war auf der Demo vertreten. Alle hatten etwas gemeinsam, sieben Gründe warum aufgestanden und protestieren werden sollte:
- Leben feiern
- Sichtbar sein
- Selbstbestimmung fordern
- Solidarität zeigen
- Vernetzten
- Geschichte schreiben
- Rechtsrutsch behindern
Laut einer Teilnehmerin, Lieve Leirs, (EUTB-Beraterin beim CBF), war die Stimmung „entspannt“. Auch Tanz und Musik durfte nicht fehlen. Sie fand es sehr schön, dass auch Menschen mit Behinderung und Migrationshintergrund zu Wort kamen. Doch besonders beeindruckt war Frau Leirs von einer Rede, die eine Frau mit einer Sprachbeeinträchtigung hielt und somit ihre Angst, vor großem Publikum zu prechen, überwand. Natürlich war die Forderung nach barrierefreiem Wohnraum auch sehr wichtig, um Selbstbestimmung ermöglichen zu können.
Fotos: Hanne Kamali/Text: Ekaterina Zeile (werden nachgereicht)




