Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region

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ABACCO'S Steakhouse „WE ARE THE BEEF PEOPLE“

Oberanger 31
Tel.: 089 24 21 24 44
www.abaccos-steakhouse.de/muenchen.html

 

Der Trend geht Richtung vegetarisch und vegan, sagt und hört man. Das Asado Steakhaus verzeichnet Umsatzeinbrüche. Die Filiale am Maximiliansplatz wurde geschlossen. Trotzdem werden in München immer wieder neue Steaklokale eröffnet. Das ABACCO’S STEAKHOUSE, eine kleine Steakhauskette aus Stuttgart hat ihre sechste Filiale vor kurzem am Oberanger in dem Räumen des ehemaligen OCCUI eröffnet Das Unternehmen wird von Schweizer Partnern unterstützt oder kommt ursprünglich aus der Schweiz, da gehen die Internet-Informationen auseinander. Auf jeden Fall ist neben dem Namenszug ABACCO’S ein kleines Schweizer Kreuz, weiß auf rotem Grund, zu sehen. Vielleicht nimmt der Schweizer Einfluss derzeit ab, denn vor drei Wochen waren viele Gerichte noch mit Schwyzerdütschen Namen auf der Speisekarte. Jetzt steht nur noch bei den Soßen „drü husgmachti Sössli, Barbecue, Meerrettich und Chimichurri, á Discretion (so sagt man in der Schweiz und heißt umsonst, so oft Sie wollen!)“ und ganz klein unten auf der Seite, dass die Steaks auf einem original Schweizer Brett mit heißem Stein serviert werden. Ansonsten ist nun alles in Deutsch und Englisch. Im August hatten wir schon vom hochpreisigen Steaklokal Lonely Broccoli am Schwabinger Tor berichtet. Dort wird nicht nur Fleischlastiges sondern auch vegan und vegetarisch serviert. Im ABACCO’S dagegen gibt es wirklich NUR Gerichte mit Fleisch. Der Vegetarier bekommt ein Süppchen. Das ABACCO’S spielt nicht in der gleichen Preisliga mit wie der Lonely Broccoli. Das heißt nicht, dass es billig wäre, aber gutes Fleisch hat halt seinen Preis. Das Fleisch ist laut Homepage aus nachhaltiger und bio-zertifizierter Aufzucht. Man kann wählen zwischen Argentinischem Premium Steak von Angus Rindern „ausschließlich grasgefüttert, garantiert hormonfrei ohne Antibiotika“ oder US Prime Steaks, auch garantiert hormonfrei aus Nebraska. Der Name der Farm steht auch jeweils dabei. Da könnte man die Tiere in Argentinien oder USA mal besuchen und schauen, ob sie auch angemessen gehalten werden. So wie wir hierzulande bei Hühnerfarmen und Schweinezüchtern auch mal vorbei schauen. 

Die Räume wurden sehr stilvoll renoviert und vor der Tür kann man auch wieder sitzen. Beim OCUI waren die Tische sowohl innen als auch außen für Rollstuhlfahrer*innen nicht anfahrbar. Das behindertengerechte WC, das es beim OCCUI auch schon gab, wurde auch renoviert und funktioniert nun besser. Es ist nur recht dunkel im Sanitärraum. Bei Bedarf könnte man ja eine Taschenlampe einpacken. Die Rollingers sind unsere Vortester, mal sehen, wie es ihnen schmeckt.
Ach ja – im Maximiliansblock wird es auch wieder ein Steakhaus geben, hab ich im Vorbeiradln gesehn.

Hanne Kamali