Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region


 

 

Nach dem Italienurlaub plante Peter Pabst die nächste Reise in das wunderschöne Südtirol.

Südtirol ist aus landschaftlicher Sicht einzigartig und gehört zu den schönsten und wertvollsten Landschaften weltweit.

Am 16.10.2022 fuhren wir mit 11 Personen, darunter 5 Menschen im Rollstuhl mit und ihre nichtbehinderten Freunde.  Die 3 Fahrer verstauten das Gepäck und die Rollstühle in den beiden Mercedes Kleinbussen. Dann ging es in Richtung Garmisch. Manne, Peter, Michi, Gabriele und wir (mein Mann und ich) kennen uns aus früheren Fahrten und Veranstaltungen beim CBF. Kurz vor Starnberg staute sich bereits der Verkehr und so verließen die Fahrer frühzeitig die Autobahn und nahmen den längeren, dafür aber staufreien Weg über das schöne 2-Seen-Land, mit Walchensee und Kochel.



Weiter über den Brennerpaß zu unserem Reiseziel Oberplanitzing, nahe dem wunderschönen Kalterer See.  An den Berghängen zeigten sich die Laubbäume und Sträucher in ihren schönsten Herbstfarben und die Sonnenstrahlen gaben dem Laub ihren Glanz. Vor Ankunft gab es noch einen kurzen Stop an den Montiggler Seen.

 Unser Hotel Masatsch ist barrierefrei und behindertengerecht – sogar das Schwimmbad. Angekommen sind wir nach einigen Pausen gegen 17.00 Uhr.  An der Rezeption lagen die Schlüssel bereit und wir bezogen einigermaßen geschafft mit unserem Gepäck unsere Zimmer. 19.30 Uhr gab es Essen im Restaurant. Danach trafen wir uns noch im Gruppenraum, um das Programm zu besprechen.

Der Tag 2 gehörte der Seiser Alm. Nach dem Frühstück fuhren wir mit den Bussen die schlangenförmig engen Straßen bis auf 1750 m hoch. Blauer Himmel, die Sonne strahlte und die 

Kühe mit den Glocken um den Hals fraßen das saftgrüne Gras.

Das Ziel war die Zierleralm. Auf der Terrasse, umgeben von den schneebedeckten Gipfeln der Dolomiten und die Bäume in ihren bunten Herbstkleidern, saßen wir auf der Terrasse der Alm und genossen diverse Spezialtäten Südtirols, unter anderem den leckeren Kaiserschmarrn mit Preiselbeeren. Der Anblick und der Genuss war unbeschreiblich.

Es wurde langsam dunkel und es ging bergab. In St. Michael im Restaurant Pfeffermühle lässt sich vorzüglich Schlemmen, Wein genießen, das Personal ist hilfsbereit und freundlich. Dies veranlasst uns dazu diesem Genuss auch am 3. und 5. Abend zu frönen. 

Am Dienstag, unserem 3. Tag fuhren wir nach Meran. Meran ist bekannt für das milde Klima, die Heilbäder und ihre Gebäude im Jugendstil.  Wir teilten uns in drei Gruppen auf und schlenderten durch die Altstadt. Bei Kaffee und Kuchen im Straßencafé bewunderten wir die schönen Fassaden der Häuser und beobachteten die Leute, die durch die Geschäfte bummelten.

Am Tag 4 stand ein Sparziergang am Kalterer See und die Fahrt über den Mendelpass auf dem Plan. Die Stadt Cles liegt am großen Stausee von Santa Giustina und gehört zu einen der wichtigsten Industriestandorten und Obstanbaugebieten von Trentino. Das nächste Ziel war Entiklar, dort ist die Weinkellerei „Tiefenbrunner“. Der Turm des Schlosses stammt aus dem Mittelalter mit barocken Schlossanlagen.  Im Turmhof bestellte uns Peter eine deftige Marende, ein Brotzeitbrettl mit Südtiroler Speck, Käse und Vinschgerln. Die Kellerei Tiefbrunnen keltert einige der besten Weine in Südtirol.

Der fünfte Tag führte uns nach Kollern. Kollern liegt ca. 1150m hoch. Von dort aus hatten wir eine atemberaubende Aussicht über die Stadt Bozen, selbstverständlich bei Kaffee Apfelstrudel.

Spätnachmittag war Törggelen einer der Höhepunkt der Reise.

 

 

 

Törggelen hat eine lange Tradition in Südtirol. Diese „fünfte Jahreszeit“ wird gefeiert mit Südtiroler Kastanien und selbstgekelterten Weine.

 In der 300 Jahre alten Zirbenstube des Baumannhof wurden uns die Törggelen-Spezialtäten serviert.  Die Vorspeise war Käseknödel und Schlutzkrapfen

(Rezept:  der Nudelteig wird ausgewalzt, gefüllt mit Spinat, Zwiebeln und Knoblauch. Dies wird dann in kleine Krapfen ausgestochen und mit den Fingern ringsum geschlossen).

Die Hauptspeise bestand aus gebratenen Rippeln, Röstkartoffeln, Sauerkraut, Hauswurst, gerösteter Blutwurst und dem jungen und süffigen weißen und roten Hauswein.

Als Nachtisch gab es Apfelkiachl und Strauben mit Preiselbeeren. Es war ein sehr leckeres Essen und ein gemütlicher, äußerst gelungener Abend.

Am vorletzten Tag ging die Fahrt nach Bozen auf den Gemüse- und Obstmarkt.

Dort konnten wir einkaufen, was wir auch machten.  Spinat-, rote Beete-, Speck- und Käseknödel, sowie Südtiroler Speck.

Um 13.30 Uhr war eine Stadtbesichtigung in Bozen angesagt, um über die Geschichte der Stadt etwas zu erfahren. Bozen ist die Haupt- und Handelsstadt von Südtirol. Besonderes Augenmerk richtete die Führerin auf kunsthistorische Aspekte der unterschiedlichen Sehenswürdigkeiten.

Am Samstag, dem ersten Tag, an dem es regnete stellten wir die Koffer bereits vor dem Frühstück an der Rezeption ab, von wo aus sie in den Bussen verstaut wurden. Wir verabschiedeten uns bei dem Hotelpersonal und bedankten uns herzlich für den wunderschönen Aufenthalt. Dann hieß es ab in die Busse und auf nach München, wo der ein oder andere schon erwartet wurde. Natürlich auch diese Fahrt nicht ohne einen Einkehrschwung bei Sonnenschein im Bauerncafe bei Tauting.

Wie immer ein großes Danke an Peter und alle Begleiter dieser Reise!

 

Bericht der Reisegruppe von Südtirol, geschrieben von Elisabeth Czech.

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