Club Behinderter und Ihrer Freunde e.V.
München und Region

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Liebe Mitglieder, liebe Freunde,

eine junge Frau aus Schleswig-Holstein hatte vor kurzem eine Idee: der 15jährigen Hannah Kiesbye gefiel es nämlich gar nicht, dass auf dem rot-grünen Dokument, das sie immer bei sich trug, "Schwerbehindertenausweis" stand. Das entsprach so gar nicht ihrem Selbstbild. Deshalb schrieb die Schülerin mit Down-Syndrom einen Artikel in einer Zeitschrift darüber und gab ihrem eigenen Ausweis auch gleich einen neuen Namen: "Schwer-in-Ordnung-Ausweis".

Und siehe da: Diese schöne Idee wurde von der Lebenshilfe aufgegriffen und mittlerweile auch schon in einigen Bundesländern offiziell umgesetzt. Inzwischen kann man in Hamburg, Brandenburg und Rheinland-Pfalz einen "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" bekommen. Niedersachsen hat sogar einen Ideenwettbewerb für einen neuen Namen des "Schwerbehindertenausweises" gestartet: dort kriegt man nun entweder einen "Schwer-in-Ordnung-Ausweis" oder einen "Teilhabeausweis".

Und Bayern? Das hiesige Sozialministerium sagt, es sei für die Idee einer Umbenennung des Schwerbehindertenausweises offen, wenn die Menschen mit Behinderung diesen Wunsch äußern würden. Also sollten wir vielleicht genau das tun: zu den zuständigen Behörden hingehen und uns alle unseren nagelneuen "Voi-Guad-Ausweis" abholen!

Oder haben Sie/habt Ihr noch andere phantasievolle Namensvorschläge für den alten "Schwerbehindertenausweis"? Dann lasst sie uns doch einfach alle an das Bayerische Sozialministerium schicken! Vielleicht erhält dieses etwas angestaubte bürokratische Dokument ja auch bei uns bald eine neue Bezeichnung, die ein bisschen positiver und lebensbejahender klingt! Wäre doch schön, oder?

Apropos schicken: Haben Sie/habt Ihr ein Thema für die Clubpost, das Ihnen/Euch besonders am Herzen liegt? Dann schreibt/schreiben Sie uns doch einfach! Wir freuen uns immer über neue Beiträge und Geschichten. Schickt/schicken Sie uns einfach eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder ruft/rufen Sie an im Club-Büro unter 089/356 540 74.  

In dieser Ausgabe lädt Michaela Schlereth zu einem hoffentlich frühlingshaften Rolliausflug nach Salzburg ein und Peter Pabst bringt Sie auf den neuesten Stand, wie es mit der uns bewilligten EUTB-Stelle weitergeht. Oscar Wolf hat uns einen beeindruckenden Leserbrief über seine Erfahrungen im Bereich Arbeit geschrieben, den wir Ihnen nicht vorenthalten wollen, und Hanne Kamali lockt natürlich auch im April in ein Lokal des Monats.

Viel Spaß mit der Clubpost und bei den Aktivitäten des CBF wünscht Ihnen/Euch Holger Kiesel