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Barrieren

Wer kennt das nicht:
bei Vorlage des Behindertenausweises an der Kinokasse stellt sich heraus, dass für Abendvorstellungen keine Ermäßigung gewährt wird, man trotz der Notwendigkeit einer Begleitperson also zwei Eintrittskarten zum vollen Preis lösen muss.
Oder: die Zugänglichkeit zu einem Lokal, einem Theater oder einem anderen Ort ist beschwerlich oder gar unmöglich, obwohl ohne weiteres oder mit etwas Phantasie Abhilfe geschaffen werden könnte, und, und, und …

Dabei ist München eine relativ behindertenfreundliche Stadt, in der sich in den letzten Jahrzehnten zudem viel zum Besseren verändert hat. Das ist nicht zuletzt dem CBF zu verdanken, der besonders in den Jahren nach seiner Gründung 1974 auf viele Missstände hingewiesen und ihre Beseitigung vorangetrieben hat.

Trotzdem zeigen die oben angesprochenen Beispiele, dass wir uns keineswegs auf dem erreichten Zustand ausruhen dürfen, sondern immer von neuem auf vorhandene Übel hinweisen müssen. Ob Gedankenlosigkeit, Scheuklappen oder gar Böswilligkeit – wir wollen, dass Barrieren gleich welcher Art, die eine Integration Behinderter erschweren oder verhindern, aufgezeigt und – soweit möglich – beseitigt werden.

Aber dazu benötigen wir Ihre Mithilfe: Wir wollen hier eine Seite aufbauen, in der wir Kritik an Missständen üben und sagen, was wir uns wünschen. Wir wollen dabei konstruktiv und sachlich bleiben, so dass die betroffenen Firmen oder Veranstalter unsere Wünsche kennen und darauf reagieren können.

Schreiben Sie uns deshalb an

CBF München
Stichwort "Barrieren"
Johann-Fichte-Str. 12
80805 München

oder einfach per e-mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Ämter per e-mail

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Hier ist ein echtes Ärgernis, das mich besonders hart trifft:
Taube Menschen können nicht telefonieren. Dafür gibt es heute das Internet und E-mail. Aber nicht für die Kommunikation mit manchen Ämtern. Dazu als Beispiel das Versorgungsamt München - ausgerechnet, denn hier würde man doch am ehesten erwarten, dass versucht wird, auch auf die Bedürfnisse gehörgeschädigter Menschen einzugehen!
Es bietet, sehr gut versteckt, auf seiner "barrierefreien" aber sehr unübersichtlichen Homepage ein e-mail-Formular an. Ich habe hingeschrieben, aber keine Antwort erhalten, auch keine Empfangsbestätigung. Ist der Empfänger etwa eine so genannte Funktions-Mailbox, für die niemand zuständig ist? Barrierefrei ist das jedenfalls nicht. Gerade das Versorgungsamt sollte auch per e-mail erreichbar sein.
 

Defekte Aufzüge

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Defekte Aufzüge bei U-Bahn und S-Bahn

Als ich Ende November letzten Jahres (um genau zu sein, am 29. 11.) mit Gepäck (und Rollator) auf dem Weg zum Flughafen an der S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke einen defekten Aufzug vorfand, war dies zunächst für mich nichts Außergewöhnliches: Aufzüge im öffentlichen Bereich sind naturgemäß störungsanfällig. Der Aufzug war in der Folgezeit durchgehend defekt. Am Montag, den 10. Dezember war dann immerhin ein Schild über die Aufzugssperrung angebracht und am Freitag, den 14. Dezember wurde eine Reparatur bis zum 15. Dezember in Aussicht gestellt. Ab wann genau dann tatsächlich der Aufzug wieder funktionierte, entzieht sich zwar meiner Kenntnis, ist aber insoweit ohne Bedeutung, als selbst dann, wenn besagter Aufzug bereits am 15. Dezember wieder in Betrieb war, die S-Bahn-Haltestelle Hackerbrücke mehr als zwei Wochen für Rollstuhlfahrer gar nicht anfahrbar war, da mangels Rolltreppen eine Beförderung der Rollstuhlfahrer nach oben undenkbar ist.

Es entzieht sich meiner Kenntnis, weshalb die Reparatur des oben bezeichneten Fahrstuhles so lange gedauert hat, Fakt ist jedoch, dass ständig eine Vielzahl von Aufzügen in S- oder U-Bahn-Haltestellen defekt ist. Was dies für in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen bedeutet, für die jeder Ausflug aus den eigenen vier Wänden oftmals schon erhebliche Energie und einiges an Organisationsaufwand bedeutet, brauche ich wohl nicht näher zu erläutern.

Neben einer Optimierung der Reparaturzeiten auf das absolut Erforderliche rege ich daher an, dass nicht nutzbare Aufzüge innerhalb der Website der MVG veröffentlicht werden. Unter der Rubrik Baustellen und Umleitungen findet sich beispielsweise die Sperrung des Aufzugs am Giesinger Bahnhof mit geradezu vorbildlicher Beschreibung alternativer Routen für in ihrer Mobilität eingeschränkter Fahrgäste. Wäre es da nicht auch möglich, dies in geeigneter Form auch für defekte Aufzüge publik zu machen, also etwa eine Karte mit allen S- und U-Bahn-Haltestellen ins Netz zu stellen, anhand der ablesbar wäre, welche Aufzüge aktuell nutzbar sind und welche nicht?
Wolfgang Vogl, München, 9.1.2008

Bemerkung:
Inzwischen gibt es da doch was beim mvv?